Welches Verfahren zum Einsatz kommt, hängt vom jeweiligen Bauteil und Ziel ab. Die folgenden Fragen erklären die wichtigsten Unterschiede.

Was ist der Unterschied zwischen Kernbohrung und einer normalen Bohrung?

Bei der Kernbohrung wird mit einem rotierenden, diamantbesetzten Hohlbohrer ein runder „Kern“ aus dem Beton herausgelöst, statt das Material wie bei einer normalen Bohrung vollständig zu zerkleinern. Das ermöglicht saubere, präzise Öffnungen in größeren Durchmessern, wie sie für Leitungen und Rohre benötigt werden. Mehr dazu auch im Beitrag Betonbohren – Was Sie wissen müssen.

Was bedeutet „Endlosbohrung“?

Endlosbohrungen kommen zum Einsatz, wenn eine Bohrung tiefer ist, als es die Länge eines einzelnen Bohrkopfs zulässt – etwa bei sehr dicken Wänden oder Decken. Dabei wird mit Verlängerungen gearbeitet, sodass auch durchgehende Bohrungen über größere Bauteilstärken hinweg möglich sind.

Wie funktioniert Wandsägen?

Beim Wandsägen wird eine Säge auf einer Führungsschiene an der Wand montiert und schneidet entlang einer geraden Linie durch den Beton. Dieses Verfahren eignet sich besonders für gerade Kanten, etwa bei neuen Tür- oder Fensteröffnungen.

Wann kommt eine Seilsäge statt einer Wandsäge zum Einsatz?

Seilsägen werden eingesetzt, wenn Bauteile besonders dick, schwer zugänglich oder nicht mit einer geraden Führungsschiene erreichbar sind – zum Beispiel bei massiven Fundamenten oder ungewöhnlich geformten Bauteilen, für die eine Wandsäge nicht ausreicht.

Wie viel Lärm und Staub entstehen bei Betonbohr- und Sägearbeiten?

Beim Bohren und Sägen von Beton entstehen grundsätzlich Lärm und Bohrstaub bzw. -schlamm, da mit Diamantwerkzeug gearbeitet wird. Viele Verfahren werden daher mit Wasserkühlung durchgeführt, was gleichzeitig die Staubentwicklung reduziert. Der genaue Ablauf und mögliche Schutzmaßnahmen für den Arbeitsbereich lassen sich vorab besprechen – nehmen Sie einfach Kontakt auf.